Warum es sich lohnt die Elternzeit aktiv zu planen!

Warum es sich lohnt die Elternzeit aktiv zu planen!

Plötzlich bist du schwanger! Ihr seid Beide voll drin im Job, geht vielleicht gerne abends was trinken und gestaltet euer Leben ganz bunt wie ihr es gerade wollt.

Vermutlich werdet ihr irgendwann in der Vorbereitung auf euer Baby überlegen, ob und wie ihr euch Elternzeit nehmen werdet. Vielleicht ist es für euch ebenso abstrakt wie für uns euch vorzustellen wie der nächste Lebensabschnitt mit Baby aussehen wird. Oder ihr habt schon ein Baby und justiert neu, wie ihr euch als Familie aufteilen wollt.

Für uns fühlte sich die Elternzeitplanung anfangs sehr hypothetisch an:
Hanna stillt – Daher wird sie 10 Monate raus gehen – Freddy bleibt auf jeden Fall die ersten 4 Wochen Zuhause. So oder ähnlich haben es uns viele Freunde geraten und es schien uns sinnvoll.

Und die restliche Zeit?

Wie wollen wir das Baby aufwachsen sehen? Wie finden wir in eine gleichberechtigte Rolle? Wollen wir überhaupt auf unseren Job länger verzichten? All diese Fragen schwirrten plötzlich in uns.

Das war der Punkt, an dem wir realisiert haben, dass wir die Elternzeit nicht einfach “passieren lassen ” wollen.

Wir wollen dir hier ein paar Ansätze zeigen, die du nutzen kannst, um deine Elternzeit ganz aktiv zu gestalten:

Finanzen

Das trockene, am wenig inspirierte, aber dennoch wichtige Thema!
Eure Elternzeit zu gestalten ist nur möglich, wenn ihr ein solides finanzielles Fundament baut, das euch Sicherheit und Gestaltungsfreiheit gibt. Daher ist es unabdingbar, sich intensiv mit euren Finanzen zu beschäftigen.
Schritt 1: Einnahmen und Ausgaben aufschreiben. Schaut euch dabei eure Fixkosten und die variablen Kosten an.
Schritt 2: Wieviel braucht ihr wirklich? Bevor es in eure Gestaltungsphase geht, solltet ihr ein gutes Bild davon haben wieviel Geld ihr pro Monat wirklich braucht, wo ihr Zahlungen aussetzen oder Kosten reduzieren könntet und welche Bindungen oder Puffer ihr habt. Elternzeit bedeutet definitiv nicht euch einzuschränken! Vielmehr soll euch die Berechnung einen Überblick geben, welche Spielräume ihr habt.

Tipps: Ladet euch eine vorgefertigte Excel Tabelle runter, dann ist das Eintragen einfacher

Träume

Jetzt dürft ihr euch erlauben euch von allen pragmatischen Gedanken einen Moment abzukoppeln.
Schnappt euch ein Blatt Papier und schreibt drauf welche großartigen Momente ihr mit eurem Baby erleben wollt und wie die beste Version eurer Elternzeit aussieht!
Wollt ihr den Absprung in die Selbständigkeit schaffen, endlich mal eine Pause im Job haben um ganz für das Kind da zu sein, länger reisen als die zwei üblichen Wochen Urlaub oder ganz was anderes tun?

Fragen, die euch unterstützen können:

  • Das möchte ich in der Elternzeit tun
  • So wünsche ich mir einen gewöhnlichen Tag
  • Das brauche ich, um mich wohl zu fühlen
  • Das wollte ich schon immer mal tun und jetzt ist die Zeit dafür
  • Das möchte ich meinem Kind in den ersten Monaten / Jahren mitgeben
  • So möchte ich als Mama/ Papa sein

Vielleicht habt ihr neue Ideen gesponnen, oder hattet schon ein klares Bild. Wichtig ist, eure Träume und Gedanken jetzt abzugleichen. Große und auch kleine Unterschiede könnt ihr diskutieren und Lösungen suchen.

Ein kleiner Einblick in unsere Träume:

  • Wir wollen beide in einer Phase die Hauptverantwortung
  • Wir wollen uns beruflich weiter verwirklichen
  • Wir wollen reisen
  • Hanna will viel Yoga machen, Freddy bei gutem Wind kiten gehen
  • Wir wollen so viel Zeit wie möglich zu dritt verbringen und uns flexibel Zeit für uns alleine nehmen, ohne fixe Zeiten festzumachen.

Umsetzung

In der Realität gelandet, könnt ihr jetzt eure Träume challengen. Wo liegen eure Hürden? Was müsstet ihr bei eurem Arbeitgeber durchsetzen? Was fühlt sich völlig unmöglich an, was lohnt sich anzugehen?

Hier ist euer innerer Macher gefragt!

Legt eure Finanzen neben eure Träume. Wieweit beschränken euch die finanziellen Mittel und wo müsstet ihr euch einschränken? Was sagt euer Bauchgefühl und gibt es Aspekte, die einen guten Grund haben, dass ihr sie zur Seite schiebt und gibt es auch Aspekte mit einem eher diffusen ABER?

So haben wir uns entschieden:

  • Freddy bleibt den ersten Monat Zuhause und reduziert anschließend auf 30 Stunden, auch wenn das Aushandeln mit dem Arbeitgeber sehr unbequem ist
  • Hanna steigt nach 10 Monaten wieder als Hauptverdienerin ein. Freddy bleibt dann die meiste Zeit Zuhause
  • Wir nehmen gemeinsam im ersten Jahr 4 und im zweiten Jahr 2 Monate Elternzeit, um zu reisen
  • Wir halten uns den Einstieg in den Job flexibel, da wir unser Kind ja noch nicht kennengelernt hatten und nicht wissen, wie es sein wird
  • Wir werden im Anschluss beide in Teilzeit arbeiten
  • Hanna möchte eine Yogaausbildung machen. Auch dafür soll Zeit im Alltag sein

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