Boxenstopp & Vorbereitung auf die zweite Reise im neuen Bus

Boxenstopp & Vorbereitung auf die zweite Reise im neuen Bus

Wir sind zurück! Der erste Teil unserer Reise ist vorbei und die zurückliegende Zeit kommt uns vor wie ein Wimpernschlag. Jetzt geht es darum den zweiten Teil vorzubereiten und das heißt vor allem, den neuen Bus in Empfang zu nehmen und startklar zu machen.

ZUHAUSE UND AUCH NICHT

Nach einem kurzen Stopp bei Hannas Eltern, wohnen wir für eine Woche bei Freddys Schwester Jule, da wir unsere Wohnung ja untervermietet haben. Unsere Kalender sind voll: von Impfen über Termine mit der Hebamme und vom Job, wollen wir ja auch noch ein paar Freunde sehen. Aber das Highlight ist natürlich unser neues Zuhause ein VW California, wofür wir auch noch eine riesen lange Liste an To Do’s haben, bevor wir damit zum zweiten Teil unserer Reise starten können.

Im Nachhinein fragen wir uns oft, wo diese Woche geblieben ist. Wir haben völlig unterschätzt, wie viel Zeit es braucht im neuen Bulli ein Konzept zu entwickeln. Wir müssen Boxen kaufen, aushandeln wo welche Dinge schlau zu verstauen sind und merken, dass uns ganz viele Kleinigkeiten fehlen. Abends ist immer Besuch aus Bremen bei uns (bzw. bei Freddy Schwester)und wir genießen es sehr, endlich mal wieder so viele liebe Menschen zu sehen. Auch tagsüber sind unsere Kalender voll. Wir haben die Termine meisterlich getaktet: Freitag geht’s z.B. zuerst in die alte Wohnung, um die Zulassungspapiere abzuholen. 30 Minuten bleiben uns bis zum Termin auf der Zulassungsstelle, den Freddy wahrnimmt, während Hanna in der Stadt Dinge organisiert. Das Mittagessen in Verden mit Freddys Mama im Anschluss schaffen wir gerade so, aber uns bleibt nicht viel Zeit bis wir starten die Standheizung einzubauen. Kein Wunder, dass wir abends müde ins Bett fallen.

Es ist komisch in Bremen zu sein, an all den Orten, die wir bis vor kurzem zu unserem täglichen Leben gezählt haben und gleichzeitig dort kein Zuhause zu haben. Unsere Zwischenmieter empfangen uns herzlich zum Abendessen. Einige Details sind anders, aber ansonsten sind alle Dinge, die uns wichtig sind hier. Doch es fühlt sich irgendwie fremd an. Es ist so wunderbar zu sehen, wie schnell andere Menschen sich in unserer Wohnung wohl fühlen und doch ist es eigenartig Wasser aus dem Glas angeboten zu bekommen, das ich eigenhändig in Hamburg in der Katze vor vielen Jahren habe mitgehen lassen. Und doch, wir können leicht von all den materiellen Dingen in unserer Wohnung und auch von Bremen den Abstand zulassen, denn unser Zuhause ist aktuell dort, wo wir es wollen und in unserem Bus ist alles was wir brauchen. Doch uns wird in dieser trubeligen Zeit deutlich bewusst, wie wichtig es ist klare Zeiten für die Familie zu nehmen. Das klappt für uns am besten abends vor dem Einschlafen.

REISEVORBEREITUNG MIT BABY

Wir sind dankbar so viel Familie um uns zu haben, die sich begeistert mit Enno beschäftigt, sodass wir auch mal zu zweit konzentriert arbeiten und z.B. die Dachträger anschrauben können. Auch von anderen Freunden, die eine lange Tour starten haben wir ähnliches gehört. Es braucht unglaublich viel Zeit alles zu organisieren und zu packen. Enno läuft in diesen Tagen eher mit, liegt auf der Picknickdecke neben beiden Bussen und bestaunt das Gewusel und das Chaos, das wir beim Räumen verbreiten. Er beschäftigt sich selten mit sich selbst, sodass wir quasi immer jemanden brauchen, der sich um ihn kümmert. Gerade jetzt ist das anspruchsvoll. Als Freddy dann noch einen Tag mit starken Bauchkrämpfen unverhofft ins Krankenhaus muss (zum Glück war nichts ernstes), droht unsere Planungszeit nicht mehr aufzugehen. Doch auch da ist wieder die ganze Familie und Ennos Patentante da und wir putzen alle gemeinsam Schränke, machen essen, gehen Proviant einkaufen und schaffen es zumindest die wichtigsten Sachen fertig zubekommen. Zum Glück geht es Freddy schnell wieder super gut, sodass wir wie geplant aufbrechen können. Es geht nach Loissin, wo unsere Rostocker Freunde schon auf uns warten.

Unsere Tipps zur Reisevorbereitung:

  • Macht euch gute To-Do Listen
  • Unterschätzt nicht die Zeit, die für den Alltag drauf geht! Kochen, Baby und die Wäsche kosten deutlich mehr Zeit als man denkt
  • Jetzt ist nicht die Zeit für Bescheidenheit. Fragt Familie oder Freunde um Hilfe
  • Entspannte Pausen sind auch wichtig. Nehmt euch die Zeit für euch selbst, als Familie und für euer Baby. Vorbereitungszeit ist nämlich auch Lebenszeit und kann genauso wunderbar gestaltet sein, wie der Urlaub selbst.
  • Soul Food tut jetzt gut. Lasst es euch kulinarisch gut gehen
  • Plant etwas Puffer ein. Es ist keine gute Idee am ersten Urlaubstag direkt loszudüsen.
  • Ihr kennt euer Kind. Besprecht vorher, wie ihr seinen / ihren Rhythmus integrieren könnt. Enno hat zum Beispiel total gerne beim Packen zugeschaut, wenn wir ihm parallel alles erklärt und ihm immer wieder Dinge in die Hand gegeben haben
  • Probecampen oder Vorpacken kann gut klappen

… wenn wir unsere Tipps besser beherzigt hätten, wäre unsere Zeit viel entspannter gewesen!

DER NEUE VW CALIFORNIA

Wenn wir von der Zeit zwischen den Reisen berichten, darf natürlich der neue Bus nicht fehlen. Caliope 6.1, wie wir unseren Cali liebevoll taufen, wartet in Verden auf uns. Unser Multivan, mit dem wir den ersten Teil unserer Reise gemacht haben, ist eigentlich schon ein echter Traum, den wir uns erfüllt haben. Doch mit Kind ist das eine Bett vielleicht für das erste Jahr noch machbar, aber perspektivisch war uns klar, dass wir ein Gefährt mit mehr Platz brauchen.

Wir hatten den Bus vor über einem Jahr bestellt und leider ist er nun erst Ende Juli, mitten in unserer Elternzeit, mit ein paar Monaten Verspätung geliefert worden. Daher legen wir diesen Stopp Zuhause ein und freuen uns umso mehr jetzt durchzustarten.

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