Reisebeginn mit Hürden

Reisebeginn mit Hürden

Es geht wieder los. Dieses Mal zu viert. Jule, Freddys Schwester wird uns für die nächsten zwei Wochen begleiten.

Gegen Mittag wollen wir los kommen… Und dann liegt da noch Wäsche, der Müll muss raus gebracht werden und passt das wirklich alles in die Dachbox? Es ist ein Tag mit harter Arbeit und erst gegen 16 Uhr kommen wir völlig ausgepowert los. Das man das Packen wirklich jedes Mal wieder so sehr unterschätzt ist faszinierend und gleichzeitig so Kräfte zehrend.

Wir freuen uns schon auf unsere Rostocker Freunde und Freddys Patenkind Hugo, die in Leussin auf uns warten und träumen vom ersten Schluck (alkoholfreiem) Bier, das wir heute Abend am Strand trinken werden.

DIE FEHLERMELDUNG

Doch da blinkt eine Warnleuchte auf: “Ölstand reduzieren”. Hmm, wir schauen uns das Ganze auf dem nächsten Rastplatz an und tatsächlich ist zu viel Öl auf unserem Messstab. Mist. Das Internet berichtet, dass es meist ein Fehler in der Software ist und mit dem Öl alles OK sei, aber falls das Öl wirklich zu hoch steht, kann der Motor kaputt gehen. Wenn wir das also ignorieren, riskieren wir auch noch unsere Garantie bei einem Auto das gerade die ersten 100 km in seinem jungen Leben gefahren ist. Gleichzeitig fordert ein völlig übermüdeter Enno unsere Nerven und macht es schwer gute Entscheidungen zu treffen.

Wir telefonieren erstmal los. Autoexperten im Freundeskreis (Danke René) geben ihre Einschätzung ab und das Autohaus sagt, wir sollen eine Werkstatt anfahren. Ja super, es ist Freitag Abend, 19 Uhr. Wo sollen wir denn da noch hin?

Es bleibt uns keine Wahl. Wir sind kurz vor Hamburg und rufen bei Min & Mo durch, die uns noch vor drei Tagen auf ihrer Fahrradtour in Bremen besucht haben. Die beiden sind unsere Homebase, wenn wir in Hamburg sind und wir hoffen so sehr, dass wir auch heute einen Schlafplatz finden. Wir fühlen uns gestrandet, enttäuscht und ausgebremst. Min lacht am Telefon, als sie von unserer Lage erfährt. Der Nudelteig sei fast fertig, der Wein atmet schon. Wir können kommen. Das Essen wird verlängert und ist in 30 Minuten fertig. OK, selbstgemachte Nudeln, guter Wein und ein Abend mit den Beiden versöhnt uns schnell mit dem Auto Dilemma und es wird eine wunderbare Zeit.

Am coolsten ist, dass Min & Mo sich entscheiden im Auto an der Straße zu schlafen und damit die ersten sind, die in Caliope übernachten.

Am nächsten Morgen machen wir noch einen kleinen Einkaufsbummel und decken uns mit Snacks ein, während Freddy das Öl-Thema klärt. Unfassbar, aber wahr: Als das Auto ins Autohaus geliefert wurde, haben die einfach einen Liter Öl rein gekippt, ohne vorher zu kontrollieren. Da war wohl der Praktikant am Werk… Dieser Liter Öl wird dann kurzerhand einfach rausgepumpt und es kann weiter gehen! Gut, dass wir tatsächlich in die Werkstatt gefahren sind.

AUF ANS MEER

Der zweite Start klappt dann und wenige Stunden später stehen wir mit unserem Bier am Meer und probieren Hugos neues Hoovercraft-board im Wasser aus. Der Urlaub kann beginnen.

Wir haben aus der ersten Tour gelernt, dass es Zeit braucht, bis wir ein schlaues Konzept im Bus entwickelt haben. Daher lassen wir uns dieses Mal nicht aus der Ruhe bringen, dass wir anfangs viel suchen und auch aushandeln, wo wir die Sachen haben wollen. Was brauchen wir griffbereit, was ist praktisch? Es macht Spaß uns zu sortieren, während wir mit unseren Freunden quatschen können. Gleichzeitig macht es diesen Stop aber auch sehr wuselig und wir haben viel zu wenig Zeit für ausführliche Gespräche. Wir bauen Vogelhäuschen, sitzen an unserem Camp, schnibbeln für das Abendessen und die Tage fliegen dahin.

Viel zu schnell kommt der Abschied. Wir sehen uns aber zum Ende der Elternzeit auf jeden Fall wieder: Auf dem Zuparken Festival!

Tom hat übrigens den alternativen Wahlomat DeinWal mit gestaltet. Das ist ein mega Projekt, schaut gerne mal rein.

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