Unser Start: Motor an und ab nach Kroatien

Unser Start: Motor an und ab nach Kroatien

4 Monate, wir können es kaum glauben. Wirklich 4 Monate dürfen wir zu dritt verbringen und dem kleinen Enno die Welt zeigen. Wir freuen uns riesig auf die kommenden Abenteuer. Wir wollen in Kroatien starten und dann sehen, wohin die weitere Reise gehen soll. Montenegro, vielleicht Albanien?

5.6.2021: Das Auto ist gepackt und bis unters Dach gefüllt mit allen Dingen, die uns in der kommenden Zeit Freude machen. Auch die Wohnung ist für Wiebke und Malte, unsere Zwischenmieter, endlich fertig hergerichtet. Der Kraftakt war größer als gedacht. Wir hatten uns einige Tage zuvor in unserer Familie um Unterstützung für Babysitting gebeten, um wirklich mal Zeit zu haben, gemeinsam anzupacken. Es war tatsächlich nicht immer einfach den vielen Bedürfnissen eines Babys gerecht zu werden und alles für die Reise zu organisieren, besonders weil wir am ersten freien Tag von Freddy direkt losfahren wollen, da Hannas Mama in Kroatien auf ihrem Lieblings-Campingplatz auf uns wartet. Trotz allem waren wir erstaunt, wie gut Enno mitgemacht hat und vielleicht auch gespürt hat, dass wir gerade die Zeit brauchten.

Wir sitzen also im Auto, Vorfreude kommt zunächst gar nicht so richtig auf, sondern eher das Gefühl gerade richtig was geschafft zu haben.

Die erste Tour dauert nur 45 Minuten und geht zu Freddys Familie. Erst am Tag danach starten wir durch und fahren an 2 Tagen in jeweils 7-10 Stunden nach Kroatien. Zwischenstopp machen wir zum Glück bei Hannas Eltern. Danke an der Stelle an Julian und Emma für die Verpflegung!

ZIEL: KROATIEN

Unser erstes Ziel ist der Baldarin: Hannas Eltern haben vor 7 Jahren diesen magischen Ort, versteckt im letzten Winkel der Insel Cres, entdeckt. Es ist ein wunderschöner Campingplatz, auf dem die Beiden seither jeden Sommer verbringen und er soll auch unser erstes Zuhause auf unserer Reise werden.

Wir haben etwas Respekt vor den 10 Stunden Fahrt, die vor uns liegen. Da das Auto aber so voll ist, dass wir nicht mal eben zwischendurch übernachten können, ziehen wir an einem Tag durch. Um 4:30 Uhr stehen wir morgens auf, stehen in München im Pendlerverkehr und sind dann zügig in Österreich, düsen nach zwei Stopps zum stillen, wickeln, toben und Eis essen durch den Karawanken Tunnel in Slowenien und da ist schon die kroatische Grenze!

Durch Corona wird hier wieder kontrolliert. Aber den Beamten reicht es, dass wir ihm irgendeinen Zettel (unser negativ Test) unter die Nase halten und wir werden einfach durchgewunken. Auf den letzten Drücker erreichen wir die Fähre nach Cres und fühlen uns ganz kribbelig voller Vorfreude.

ZU DRITT GEHT ALLES LEICHTER

Gina, Hannas Mama, erwartet uns auf dem Baldarin Platz. Sie hat einen traumhaften Stellplatz direkt mit Blick aufs Meer (vor 3 Jahren reserviert!). Er liegt schattig unter Bäumen, hat Nischen für 2 Hängematten, einen Versammlungsort mit großem Tisch am Wohnwagen und dazwischen noch genug Platz für die Sonnenliegen und Ennos Planschbecken. Die meisten Leute kommen jedes Jahr her, man kennt sich und viele kommen direkt rüber, um Enno und uns zu begrüßen. 

Wir sind selbst überrascht, wie lange wir brauchen, um uns zu aklimatisieren. Die ersten 2 Tage liegen wir dösend und schlafend in der Hängematte, gehen ab und zu schwimmen oder schnorcheln. Auch Enno kämpft anfangs mit der Hitze und wir sind froh, dass uns die anderen Eltern hier versichern, dass ihre Kinder auch einen Moment gebraucht haben und wir darauf vertrauen können, dass Enno sich bald wohl fühlt. Hannas Mama fängt uns dabei so wunderbar auf, kocht für uns und kümmert sich viel um Enno, so dass wir richtig Kraft tanken können. 

Aber schon am dritten Tag ist unser Entdecker-Geist wieder voll da: Mit Enno in der Trage ziehen wir los in die riesigen verwunschenen Wälder, die aus einem Labyrinth aus Steinmauern durchzogen sind. Kräuter-Hexe Gina weist uns die ihr vertrauten Wege und wir sammeln hier und da ein paar spannende Kräuter, die wir entweder zum Kochen oder für die Kräuter-Destille verwenden wollen. Wir sehen Hirsche, Schlangen und sogar auch einen Skorpion und sind fasziniert von der kargen, eigenwilligen und traumhaften Natur. 

AUSFLUG NACH MALI LOSINJ

Nach 10 Tagen ganz in der Einsamkeit des Campingplatzes sind wir vom Trubel in der Stadt Mali Losijn fast überwältigt. Unseren Ausflugstag verbringen wir viel in Cafés, essen Eis und fahren schon bald weiter in das kleine angrenzende Fischerörtchen Veli Losinj, das uns viel besser gefällt! Auch hier können wir es nicht lassen ausgiebig wandernd die Umgebung zu erkunden und entdecken einen traumhaften Küstenpfad, der in einem quasi Urwald ins Dorf zurück führt. Nach der Anstrengung essen wir im Hafen zu Abend. Enno ist überraschend entspannt, schläft in der Trage und es ist für uns der erste, geglückte “Stresstest” mit Kind einen Ausflug im heißen Kroatien zu machen. Läuft also!

Schon lange haben wir keinen Urlaub mehr gemacht, an dem wir für so lange auf einem Platz waren und die Zeit scheint doch zu fliegen. Viel zu schnell heißt es Zusammenpacken, wir bekommen noch einige brauchbare Camping-Gadgets und dann fahren wir gemeinsam mit Gina zur Fähre bis Krk, wo wir schweren Herzens Abschied nehmen. Für Gina geht es zurück nach Leutkirch und für uns geht es weiter in unser Abenteuer Lebensreise-Elternzeit. Es war ein toller Start!

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